Gegen das Kastrieren von Gorillas

Viele Tierarten in den Zoos leben in Gruppen, denen (wie in der Natur) nur ein männliches Tier als Familienoberhaupt vorstehen kann. Sei es ein Löwe oder auch ein männlicher Gorilla – Silberrücken.

  

Da bei den Tieren im Zoo sowohl die gleiche Anzahl männlicher wie weiblicher Nachwuchs geboren wird, müssen sich die Zoos inzwischen die Frage stellen: „Was machen wir mit den männlichen Tieren, wenn diese erwachsen sind?“  

 

Von ihrem Vater werden diese Heranwachsenden (meistens) nicht mehr geduldet. Weibliche Tiere kann man problemlos in andere Zoos vermitteln. Da die Zoos nur begrenzten Platz haben und an stetigen Nachwuchs interessiert sind, geht man immer mehr dazu über die männlichen Tiere zu kastrieren.

 

Der Eingriff in Form einer Kastration hat erhebliche Auswirkungen auf den Körper eines Tieres haben. Löwen fällt zum Beispiel die Mähne aus und Gorillas bekommen kein silberfarbenes Fell am Rücken. Daten über die psychischen Folgeschäden dieser Tiere sind den Zoos kaum bekannt oder erforscht.

 

In Amerika und nun auch in Europa engagieren sich immer mehr Tierfreunde gegen diesen Eingriff in die „natürliche Entwicklung eines Tieres“. Der Österreicher Jörg Feiertag engagiert sich zum Beispiel in einer Petition an das EEP (Europäisches Zuchterhaltungsprogramm) gegen die Kastration von jungen Gorillas in den Zoos

© Heike Arranz Rodriguez
© Heike Arranz Rodriguez

Auszüge aus der Petition gegen das Kastrieren von Gorillas aus dem englischen übersetzt:

 

Gorillas sind eine vom Aussterben bedrohte Spezies. Millionen werden ausgegeben, um sie in der Wildnis zu retten, während wir sie in unseren Zoos grausam verstümmeln, angeblich um ihre Art zu erhalten. In Gefangenschaft gebracht und von uns gezüchtet, verdienen sie das bestmögliche Leben. Sie sind kein "Sack mit genetischem Material", wie es offenbar von einigen Beamten/Zooverantwortliche gemeint wird, sondern einzigartige Individuen, denen wir unseren Respekt schulden.

Bis heute stützt das EEP seine "Wissenschaft" auf die Angemessenheit der Kastration an nur einem Gorilla. Kukuma wurde Anfang der 1990er Jahre als Jungtier kastriert, in einem Experiment, um zu sehen, ob ein kastrierter Rüde, der "nicht für die Zucht benötigt wird", in einer Familiengruppe leben kann. Er starb im Alter von nur 21 Jahren.

 

Es gibt keine wissenschaftlichen Studien über kastrierte Gorillas, aber es gibt eine Fülle von Daten über die negativen Auswirkungen der Kastration auf Menschen und andere Primaten, einschließlich Stimmungsschwankungen, Depressionen, allmählicher Verlust der Knochendichte, der zu Osteoporose führt, Gewichtszunahme sowie schwere Herzprobleme. Jemand, der drei erwachsene kastrierte Gorillas getroffen hat, beschrieb sie als "wie kraftvolle Athleten, die von einer Krankheit heimgesucht wurden und eher wie alte Gorilladamen aussahen, ohne den sagittalen Kamm oder muskulöse Brust und Gliedmaßen wie die prächtigen Silberrücken, die sie sein sollten."

 

Die Kastration wird nur von der EEP durchgeführt. Die SSP wendet keine Kastrationen an, obwohl sie die gleichen Herausforderungen vor sich hat. Sie haben seit Jahrzehnten eine strenge Zuchtpolitik, um ihre Population zu erhalten und zu stabilisieren, während die EEP ihre Anzahl erhöhen möchte, damit die Zucht fortgesetzt wird. Gorilla-Babys sind wichtig für die Gruppe, aber nicht jeder Gorilla muss unzählige Babys haben, wie es einige im EEP getan haben. So hat der Zürcher Silberrücken N'Gola bisher 34 Nachkommen, Bongo bei Apenheul 24 und das Lobo bei Apenheul 11.

 

Sowohl die SSP als auch die EEP haben mehrere Zoos mit reinen Männergruppen hinzugefügt, was ein Schritt in die richtige Richtung ist, aber es ist eine größere Herausforderung. Einige Zoodirektoren bevorzugen es, Gorillababys zu haben, um mehr Besucher (und mehr Geld) zu bekommen, und sie glauben fälschlicherweise, dass rein männliche Gruppen nicht gut für die Gorillas oder die Besucher sind. Ein Zoodirektor sagte, er hätte lieber einen kastrierten Gorilla in seiner Geburtsgruppe als in einer rein männlichen Gruppe, da er offensichtlich nicht versteht/anerkennt, wie viele soziale Interaktionen rein männliche Gruppen haben und wie erfolgreich sie in der Gefangenschaft selbst sein können. Viele Befürworter der Kastration sagen, dass Euthanasie die einzige Alternative ist, was einfach nicht stimmt.

 

Praktikable Alternativen zur Kastration:

Wie die SSP gezeigt hat, sind Kastrationen nicht notwendig und können vermieden werden durch

- Sorgfältige und strenge Zuchtbeschränkungen / -empfehlungen

- Etablierung reiner Männchengruppen in mehr Zoos

- Junge Männchen zu einsamen Gorillas in andere Zoos schicken

die Rückführung von Gorillas in Schutzgebiete in Afrika, wie es die Aspinall Foundation erfolgreich getan hat

 

Wir sind nicht gegen Zoos, aber die Geschichte zeigt uns, dass Zoos nicht immer das Beste für die Tiere tun, bis die Zeit und der öffentliche Druck sie davon überzeugen, sich zu ändern. Wir glauben, dass die Kastration von Gorillas falsch ist, und bitten Sie, aktiv zu werden und diese Petition zu unterzeichnen! Mit Ihrer Hilfe wollen wir EEP und EAZA (die Dachorganisation) auffordern, diese grausame Praxis zu stoppen und sich auf die verfügbaren Alternativen zu konzentrieren.


Das Kastrieren in deutschen Zoos geht weiter

Foto: Vladimír Čech
Foto: Vladimír Čech

PELU und MASANI im Stuttgarter Zoo wurden kastriert.

Wie die Zukunft aussieht für die kastrierten Schwarzrücken sind sich die Zoos nicht im Klaren. Ganz zu schweigen davon, wie sich eine Kastration psychisch und zum Teil auch physisch auf einen Schwarzrücken auswirkt. Auch in anderen europäischen Zoos wurden bereits mehrere männliche Gorilla-Jungen kastriert. Wie will man das stemmen in sagen wir einmal 20 Jahren? Die kastrierten Gorillas können nie eine Gruppe anführen und wohin mit den kastrierten ausgewachsenen Schwarzrücken? Man hat gute Erfahrungen mit sogenannten "Bachelor-Gruppen" (da wurden ausgewachsene Silberrücken zusammengefasst) gemacht. Wieso führt man dies nicht fort? Was passiert jetzt mit Gorilla THOMAS (Silberrücken in Nürnberg) und KIBO (Silberrücken in Stuttgart)? Führt man an ihnen auch eine Vasektomie durch? Wie verhindert man Nachwuchs in Stuttgart und Nürnberg zukünftig? Alles wurde nicht zu Ende gedacht und findet auf den Rücken der Tiere statt. Ich persönlich sehe die Kastration von Gorillas ähnlich wie im 3. Reich an "schwulen" Männern. Diese Männer litten und leiden ein Leben lang. Schließlich sind es Menschenaffen!  

 


Tiergarten Nürnberg verbreitet Unwahrheiten über Junggesellengruppen

Der Tiergarten Nürnberg verbreitet Unwahrheiten über Junggesellengruppen:

Junggesellengruppen Westlicher Flachlandgorillas funktionieren sowohl in der Natur als auch in Zoos meist nur für wenige Jahre. Danach müssen die männlichen Tiere entweder einen eigenen Harem bekommen oder – wenn es keinen gibt - allein bleiben.

Junggesellengruppen werden in den EAZA-Zoos deswegen vor allem mit Tieren gegründet, die Aussicht auf einen eigenen Harem haben. Bei den beiden Nürnberger jungen Gorillamännchen ist das nicht der Fall. Die Alternative der Einzelhaltung ist für den Tiergarten Nürnberg keine Option. Denn Westliche Flachlandgorillas sind sehr soziale Tiere und brauchen eine stabile Gruppe.

Mit der Kastration der beiden Nürnberger Gorillajungtiere stehen die Chancen sehr gut, dass ihr Vater sie weiterhin in der Gruppe akzeptieren und nicht als Konkurrenten wahrnehmen wird. Erhöht werden sie dadurch, dass ihr Vater eine sehr innige Beziehung zu den beiden pflegt und sich ihnen gegenüber äußerst fürsorglich zeigt.

Kastrierte Gorillas entwickeln zudem keine sekundären Geschlechtsmerkmale – das heißt, dass sich ihr Rückenfell nicht silbergrau färbt und ihr Körperbau nicht so kräftig ist wie der der Silberrücken.

Veterinärmedizinisch ist der Eingriff selbst vergleichbar mit der Kastration bei einem Hauskater oder einem Hunderüden. Bei der Wahl des Zeitpunktes stützt sich der Tiergarten auf die Empfehlung der Kolleginnen und Kollegen des EEPs.

Meine Reaktion:

Jetzt machen sie mich aber richtig wütend. Das was sie schreiben ist gelogen! - Es gibt keinen einzigen alleinlebenden Gorilla in einem Zoo, der aus einer Junggesellengruppe stammt. Es gibt zum Glück nur noch selten alleinlebende Gorillas in Zoos. Meistens sind diese aus europäischen Zoos "verkauft" worden. Bestes Beispiel ist BUA NOI. Sie stammt aus Guinea und wurde über dubiose Händler in Deutschland verkauft an ein Einkaufszentrum, das die Hölle ist. Oder was ist mit den Söhnen von FRITZ. Die leb(t)en auch Jahre alleine und stammten nicht aus Junggesellengruppen.

Es hat sich vielmehr herausgestellt, dass Gorillas aus Junggesellengruppen sehr sozial sind. Sie ließen sich bei einer Verpartnerung sehr schnell wieder auf das weibliche Geschlecht ein. Bei der Kindererziehung spielten sie eine große Rolle. Dies führe ich darauf zurück, dass sie die Rolle eines Silberrückens auch in Junggesellengruppen ausleben konnten.

Die beiden kastrierten Gorillas können das nicht. Ihre Rolle in der Gruppe wird, wenn sie erwachsen sind, unklar bleiben. Was das mit der Psyche eines Gorillas ausmacht, ist noch nicht absehbar. Kastrierte männliche Tiere in niederländischen Einrichtungen machten den Silberrücken erhebliche Schwierigkeiten. Denn sie sind keineswegs verspielt und ordnen sich sofort unter. Ein soziales Gefüge existiert nicht in deren Köpfen. Ist ein kastrierter Mann allein in der Gruppe, so sondert der sich ab. Muss teilweise getrennt gefüttert werden.

Frau Köhler hat vollkommen recht mit der Behauptung, den beiden Jungs aus Nürnberg stände nur der Nürnberger Zoo zur Verfügung. Silberrücken aus Junggesellengruppen dagegen die ganze Welt.

Zudem vergleichen Sie wieder eine Kastration mit der einer Hauskatze oder Hundes. Gorillas stehen uns Menschen wesentlich näher als domizilierte Haustiere. Ihre Psyche, ihr Leiden und ihre Freuden sind eher mit uns Menschen vergleichbar als mit Hunden und Katzen.


Juni / Juli 2023

Tiergarten Nürnberg kastriert zwei junge Gorillas

Eines der zwei jungen Gorillamännchen im Nürnberger Tiergarten ist kastriert worden. Der Eingriff sei gut verlaufen, erklärte Tiergartendirektor Dag Encke auf BR-Anfrage. Die Kastration war nötig geworden, damit das Tier in Nürnberg bleiben kann.

>>> Bericht des BR zu diesem Thema

Nun hat der Tiergarten Nürnberg seine beiden Jungtiere bei den Gorillas kastriert. Große Gegenwehr gegen dieses Vorgehen, hat es weder von seitens PETA noch dem GREAT APE PROJEKT gegeben. Letzteres verwunderte mich sehr, denn schließlich verwehrt hier ganz klar ein Zoo, Menschenaffen ihres Grundrechtes auf ein selbst bestimmtes Leben. 

Für mich ist dieses Vorgehen nicht zum Schutze oder Wohl eines Gorillas. Hier wird ganz klar, das Interesse eines Zoos über das Leben eines Gorillas gestellt. Den beiden jungen Gorillas wird mit diesem Eingriff ein Leben als Silberrücken für alle Zeiten verwehrt. Man greift in die Natur eines Tieres ein. So als wäre ein Gorilla, eine Hauskatze. Selbst da käme man nicht auf die Idee Wildkatzen zu kastrieren. Immer wieder verstecken sich zoologische Einrichtungen hinter dem Artenschutz-Gedanken. Doch was hat eine Kastration mit Artenschutz zu tun? - Absolut nichts!

Wie Vater "Thomas" in 10 Jahren auf den kastrierten Nachwuchs reagieren wird, ist jetzt noch nicht einmal absehbar. Zudem erwähnt der Tiergarten mit keinem Wort, was das Leben der beiden jungen Gorillas im Alter von 20 bis 50 betrifft. - Also nach dem Ableben von Vater "Thomas". Kein Silberrücken oder auch andere Gorillafamilie wird die beiden ewigen "Schwarzrücken" akzeptieren. In 30 Jahren wird Dag Encke längst pensioniert sein und die beiden Gorillas gehen ihn nichts mehr an. Glaubt er wirklich, die beiden Gorillas leben "glücklich" bis an ihr Lebensende in Nürnberg?

Da fragt man sich: "Darf ein Gorilla kein Gorilla sein, wenn er im Tiergarten Nürnberg geboren wird?". Für mich ist das ein Grund mich immer mehr von den Zoos zu distanzieren. Seit 5 Jahren - nach dem Tod von Gorilla BIANKA besuche ich den Tiergarten Nürnberg nicht mehr. Die jetzige Aktion mit dem Kastrieren der beiden jungen Gorillas bestärkt mich darin, meine finanziellen Mittel (Dauerkarte, Fotoequipment) in den Tierschutz in Afrika zu stecken. Gerade die Aufzuchtstationen von Gorilla-Waisen benötigen Spenden. 

 

Heike Arranz Rodriguez


6. März 2023

Junge Gorillamännchen im Tiergarten Nürnberg werden kastriert und können in ihrer Gruppe bleiben

Der Weg, den der Tiergarten Nürnberg präferiert, ist daher die Kastration der Jungtiere. "Vom Verhaltensrepertoire sehen wir immer wieder, dass soziale Interaktionen bei geselligen Tieren das lebensbereicherndste Element sind, das sie haben", sagt  Dag Encke (Zoodirektor des Tiergartens). Bei Gorillas liege die ideale Gruppenstärke bei einem Mann und vier Weibchen. Wenn Thomas, Habibu und Louna nur noch zu dritt wären, bedeutete dies "eine Einengung der sozialen Möglichkeiten, eine Verarmung des Lebens".

Falls Kato und Akono in ihrer Geburtsgruppe bleiben könnten, hätte die Gruppe ein vielfältigeres Geflecht. "Wir ermöglichen den Tieren ein ausgewogenes Sozialleben, mit der Einschränkung, dass sie niemals sexuell aktiv werden können."

Es komme hinzu, dass kastrierte Affen "große Kindsköpfe" seien. "Die bleiben sehr verspielt." Auch das belebe die Gruppe. Vom Körperbau her werden sie der Erfahrung nach größer als die Weibchen, aber ohne den massiven Muskelaufbau, der für Silberrücken typisch ist.

So einfach stellt sich Zoodirektor Dag Encke eine Kastration bei jungen Gorillas vor. Encke ist keineswegs ein Primatologe und hat seinen Doktortitel zu einer Studie von Käfern erhalten. Im gleichen Interview vergleicht er das Kastrieren eines Menschenaffen mit dem einer Hauskatze. 


Auszüge aus einer Facebook-Unterhaltung mit dem Tiergarten Nürnberg zu diesem Thema

Was richtet zudem eine Kastration emotional in einem Gorilla aus? - Einen irreparablen Schaden und das nicht nur körperlich. Gorillas sind unsere nächsten Verwandten im Tierreich und Ihr experimentiert mit ihnen. Warum orientiert ihr Euch nicht an der Natur und lasst dieser ihren Lauf.

Die von Ihnen angegebenen Studien sind lächerlich. Es handelt sich bei den in den Studien um noch recht junge Gorillamänner. Natürlich sind diese Tiere verspielt. Ein Gorilla mit 10 bis 13 Jahren hat viele Flausen im Kopf. Übrigens ist auch ein 50jähriger Silberrücken verspielt. Es gibt keine Studie, wie sich ein kastrierter Gorilla mit 20 Jahren oder älter verhält. Dann kann man ein solches Tier nämlich nie in eine Gruppe integrieren. Vom Familienverband wird ein solches Tier nie ernst genommen. Das Ganze gipfelt in Frustration und es kommt zur Isolation des Tieres. Als Silberrücken kann sich ein Gorilla der Angriffe erwehren. Als kastrierter Gorilla ist er immer unterlegen. Es kommt zu lebensgefährlichen Beißereien. Eure Studien sind somit zu kurz gedacht. Zwangsläufig wird es dazu kommen, dass kastrierte Tiere im Alter alleine leben. In einer Gruppe haben sie keinen Platz.

Lösung des Problems kann nur sein, überzählige männliche Tiere in eine Junggesellengruppe zu geben. In den 80iger Jahren befürchteten Zoos, dass diese Tiere "schwul" werden können. Diese These kam aus Reihen der Zoos und wurde widerlegt. Prag und Schmiding beweisen aktuell, dass das nicht der Fall ist. Noch immer sperrt sich vor allem Deutschland eine Junggesellengruppe in einem Zoo zu gründen. Nur in den Junggesellengruppen können sich männliche Gorillas messen. Es gibt doch genug Zoos in Deutschland, dann muss eben dort neu gebaut oder Platz geschaffen werden.

Zweite Lösung könnte sein, dass man in Afrika weitere Refugien schafft, wo die Gorillas auf sich selbst gestellt sind, wie die Aspinall-Stiftung es praktiziert. Doch das wird nie passieren. Kein Gorilla aus deutschen Zoos wird je „ausgewildert“ werden.

Die Zukunft von Gorillas wird wohl so aussehen: In der Natur gibt es keinen Lebensraum mehr und die Tiere sind akut vom Aussterben bedroht. Irgendwo auf der Welt leben einzelne Gorillas, die in Deutschland einst kastriert wurden. 
Heike Arranz Rodriguez


Ihr lügt Euch in die eigene Tasche. Ihr züchtet weiter und die kastrierten Jungen sollen in der Gruppe bleiben! Wie soll das denn gehen? Wollt ihr, das der TG aus allen Nähten platzt vor Gorillas.

Gesteht Euch endlich ein, dass das EEP versagt hat. Denkt doch an Eure Tiere und nicht an ein Computerprogramm, das Tiere zusammenwürfelt.

Heike Arranz Rodriguez


In meinen Augen seit ihr Tierquäler! Beide Gorillajungs sollen kastriert werden. Euer EEP hat versagt und ihr tragt das jetzt auf den Rücken der Tiere aus. Pfui, ihr solltet Euch schämen. Ein Menschenaffe ist doch keine Katze. Die jungen Gorilla werden nie ein Silberrücken sein. Oft entstehen durch die Kastration Missbildungen. In der Rangfolge werden solche Tiere immer am Ende stehen. Daten über die psychischen Folgeschäden dieser Tiere sind den Zoos kaum bekannt oder erforscht.

Heike Arranz Rodriguez


Tiergarten Nürnberg ganz ehrlich. Weshalb züchtet man überhaupt noch Gorillas? Was man mit der Kastration diesen beiden Buben antut ist katastrophal.  Anstatt jeder x-beliebige Zoo in Europa seine eigene Gorillafamilie hält, könnte man Junggesellengruppen aufbauen. Das dieses ein Erfolgsrezept ist zeigt doch der Loro Parque.

Angesichts dieser Empfehlung des EEP muss man sich nicht wundern, weshalb immer weniger Menschen Zoos toll finden.

Ich bin mehr als enttäuscht  lasst euch bitte nie wieder für eine Gorillageburt feiern.

Marion Meier 


Tiergarten Nürnberg ich hab mir jetzt diese Stellungnahme mehrmals durchgelesen und einige Stellen entsetzen mich einfach nur. Das EEP ist schrecklich. Gorillas sind doch keine Kartoffelsäcke, mit denen man nach Belieben hantieren kann 

1. >>Die Gene des Vaters der beiden sind in dem Programm schon stark vertreten – somit können er und seine Söhne nicht mehr zum Erhalt der genetischen Vielfalt beitragen.<<

Weshalb, frage ich mich, wurde dann "mit diesem Vater" überhaupt noch gezüchtet? Kinder von ihm machen doch dann absolut keinen Sinn.

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2. >>Junggesellengruppen werden in den EAZA-Zoos deswegen vor allem mit Tieren gegründet, die Aussicht auf einen eigenen Harem haben.<<

Gorilla Schorsch wurde in solch eine Junggesellengruppe in den Loro Parque ausgelagert und lebte dort bis zu seinem Tod. Es ist also möglich, wenn man es wirklich will. Aber die Kastration ist natürlich einfacher (für den Menschen).

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3. >>Denn Westliche Flachlandgorillas sind sehr soziale Tiere und brauchen eine stabile Gruppe.<<

Wenn für Gorillas eine stabile Gruppe so wichtig ist, weshalb wurden und werden denn dann überhaupt bestehende Gorillagruppen auseinandergerissen? Ich meine nicht Jungtiere, sondern Alttiere.

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4. >>Mit der Kastration der beiden Nürnberger Gorillajungtiere stehen die Chancen sehr gut, dass ihr Vater sie weiterhin in der Gruppe akzeptieren und nicht als Konkurrenten wahrnehmen wird.<<

Was, wenn Thomas die beiden Kastraten nicht akzeptieren wird? Dann sind die zeitlebens die rangniedrigsten Individuen einer Gruppe, wo auch immer sie sind. 

Marion Meier