Fotos, News und Informationen über "Gorillas (nicht nur) in Zoos"

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Jubiläumsausgabe mit einem Special über Gorillas erscheint am 11. April 2025


Wilde Gorillas "singen"

Gorillas zeigen viele Verhaltensweisen. Sie lachen, rülpsen und umarmen sich herzlich. Aber wussten Sie, dass Gorillas AUCH Geräusche von sich geben, die wir gerne als "Singen" bezeichnen?

Gorillas "Gesang" ist eine Lautäußerung, die sie machen, während sie ein besonders schmackhaftes Essen essen.


7jähriger KIO im Zoo Leipzig stirbt in der Narkose

Trauriger Abschied aus der Gorillafamilie

Während sich Okapiweibchen Zawadi seit gestern Abend wieder bei uns im Okapiwald einlebt, heißt es im benachbarten Pongoland von dem Gorilla Kio Abschied zu nehmen. Unser sieben Jahre alter Westlicher Flachlandgorilla musste heute wegen Abgeschlagenheit, zunehmender und schließlich totaler Verweigerung der Nahrungsaufnahme und der Aufgasung des Bauches einer Untersuchung in Vollnarkose unterzogen werden, aus der er trotz Gabe eines Gegenmittels nicht mehr aufgewacht und an einem Kreislaufversagen gestorben ist.

Die Medikamentengabe in den vorangegangenen Tagen hatte nicht angeschlagen, so dass die Entscheidung getroffen wurde, trotz des schlechten Allgemeinbefindens das Risiko einer Narkose einzugehen, um ihn intensiver medizinisch behandeln zu können. Eine genaue Ursache für das Krankheitsbild konnte während der Narkose nicht gefunden werden, wird aber im Verdauungstrakt vermutet.

Die Gorilla-Gruppe um Silberrücken Abeeku hat im Anschluss die Möglichkeit bekommen, sich von dem gestorbenen Tier zu verabschieden. Der Verlust schmerzt uns sehr. Kio ist das letzte bei uns geborene Gorillajungtier, zu dem nicht nur die Tierpfleger, sondern auch unsere Besucher eine besondere Bindung hatten. Während die zuletzt erfolgreichen Geburten bei den Schimpansen für zoologische Erfolge gesorgt hatten, bedeutet Kios Tod einen traurigen Verlust in Pongoland.

Text: Zoo Leipzig via Facebook 


Umbruch im Züricher Zoo - N'GOLA wird  eingeschläfert

Der Zoo Zürich hat entschieden, seinen Silberrücken unter den Gorillas einzuschläfern. Der 47-jährige N'Gola habe gesundheitliche Probleme. Der 34-fache Vater muss nun Platz für ein jüngeres Männchen aus Polen machen.
Für N'Gola holt der Zoo den 17-jährigen Bwana aus Warschau. Er soll die Zucht weiterführen, wie der Zoo am Dienstag mitteilte. Das Einschläfern von N'Gola falle nicht leicht, wird Zoo-Direktor Severin Dressen zitiert. Seit längerem leide der Gorilla aber unter verschiedenen gesundheitlichen Problemen. Schon mehrmals habe es gesundheitliche Krisensituationen gegeben.
Wechsel auch bei den Weibchen
Der Wechsel sei auch ein wichtiger Beitrag zum Erhalt einer stabilen Reservepopulation. In der bisherigen Konstellation hätte sich die Gruppe im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP nicht weiterentwickeln können. Bei den Weibchen gibt es deshalb ebenfalls Wechsel. Mary (17) und Mahiri (12) gehen nach Saarbrücken und Wuppertal (D). Sie werden durch die drei Weibchen Virunguita (9), Ivindo (8) und Mayumi (12) aus Frankreich, Spanien und Deutschland ersetzt. Nur Haiba (17) bleibt in Zürich.
Die Änderungen in der Gruppe geschehen auch in Hinblick auf den neuen Lebensraum der Gorillas. Ab 2031 soll der 29'000 Quadratmeter große Ndoki Wald bereit sein, der Baustart ist für 2028 geplant. Dort sollen auch andere Tierarten wie Drills, Okapis und Zwergflusspferde leben.
Rund 100 bis zu 25 Meter hohe Bäume sollen das Zentrum der neuen Anlage bilden. Diese würden den Tieren eine für einen Zoo weltweit einzigartige, natürliche Klettermöglichkeit bieten. Auch eine Sumpflandschaft ist vorgesehen.
Das Menschenaffenhaus bleibe noch bestehen, heißt es weiter. Den Lebensraum der Gorillas werden dann vorerst die Orang-Utans übernehmen. Diese werden langfristig den neuen Lebensraum Sumatra Regenwald erhalten.
Text: Blick am 11.03.2025


XETSA wechselt aus dem Frankfurter Zoo nach Spanien

Gestern (24.02.2025) ist unser fast acht Jahre altes Gorilla-Weibchen auf große Reise nach Spanien gegangen. Im Parque de la Naturaleza de Cabárceno wird sie in einiger Zeit auf ihre neue Familie treffen. Nachdem XETSA heute Vormittag gut dort angekommen ist, soll sie sich jetzt aber erstmal ganz in Ruhe an ihre neue Umgebung und an ihre neuen Pflegerinnen und Pfleger gewöhnen.

Text/Foto: Zoo Frankfurt via Facebook


Willkommen Ngumbi - neues Gorilla-Weibchen im Grünen Zoo Wuppertal eingetroffen

Die Westlichen Flachlandgorillas im Grünen Zoo Wuppertal haben eine neue Mitbewohnerin: Heute Nachmittag traf das 12-jährige Weibchen "Ngumbi" aus dem Zoo de Barcelona in Wuppertal ein. Damit "Ngumbi" sich in Ruhe an die neue Umgebung und das neue Tierpflegeteam gewöhnen kann, bleibt das Menschenaffenhaus vorerst geschlossen.

Der Transport nach Wuppertal verlief problemlos. Die speziell angefertigte Transportkiste wurde per Kran in die Gorilla-Außenanlage gehoben und am Menschenaffenhaus angestellt. Das Gorilla-Weibchen verließ anschließend zügig die Kiste und erkundete neugierig und entspannt die Innenanlage.

"Ngumbi" wurde am 1. September 2012 im Zoo Barcelona geboren und ist eine Urenkelin des berühmten weißen Gorillas "Copito de Nieve", der bis zu seinem Tod im November 2003 im Zoo Barcelona lebte. Mit 12 Jahren ist Ngumbi im richtigen Alter, um ihre Geburtsgruppe zu verlassen und sich einem neuen Harem anzuschließen. Ein vertrauter Tierpfleger aus dem Zoo Barcelona begleitete sie auf ihrer Reise in ihr neues Zuhause und wird in den kommenden Tagen in Wuppertal bleiben, um ihr die Eingewöhnung zu erleichtern.

Nach ihrer Ankunft erkundet "Ngumbi" nun zunächst allein ihre neue Anlage, bevor sie in den nächsten Tagen schrittweise ihre Mitbewohner kennenlernen wird. Der erste Kontakt erfolgt zunächst mit einem schützenden Gitter dazwischen.

Nach dem Tod der beiden älteren Gorilla-Weibchen "Ukiwa" und "Roseli" besteht die Gorilla-Gruppe im Grünen Zoo derzeit nur noch aus dem Silberrücken "Vimoto" und dem Weibchen "Grace". Gorillas leben in der Natur typischerweise in Haremsgruppen, bestehend aus einem Männchen und mehreren Weibchen. Deshalb war es notwendig, die Gruppe zu verstärken. In Kürze wird noch ein weiteres Gorilla-Weibchen im Grünen Zoo einziehen. Eine Zucht ist mit den Weibchen nicht vorgesehen. Deshalb wurde "Vimoto" im vergangenen Jahr vasektomiert.


Neue Fotos von dem kleinen ZZ

Fotos: Fernando Turmo
Fotos: Fernando Turmo

Neue Fotos von dem kleinen ZZ, unserem widerstandsfähigen verwaisten Gorilla im Tchimpounga-Schutzgebiet, sind hier, um deinen Tag zu erhellen!

ZZ gedeiht dank der fachkundigen rund-um-die-Uhr-Betreuung ihrer engagierten Pflegekräfte. Ihr verspielter Geist und ihre neugierige Natur erinnern uns daran, warum wir so hart daran arbeiten, die unglaubliche Spezies zu schützen, die Tchimpounga Zuhause nennen, einschließlich ZZ, 158 gerettete Schimpansen und andere

Jeder Tag in Tchimpounga ist ein Schritt in Richtung Genesung, Widerstandsfähigkeit und eine bessere Zukunft für ZZ und Wildtiere in Not wie sie. Vielen Dank, dass Sie uns unterstützen, um dies zu ermöglichen.

 

Fotos: Fernando Turmo

Text: Jane Goodall Institut via Facebook 

 

* Das Jane Goodall Institut befürwortet keinen Umgang mit oder unmittelbaren Nähe zu Wildtieren. Dies stellt einen Schutzkontext mit ausgebildeten Fachkräften dar. *

 


ZEYTIN geht es besser


ZEYTIN heißt das Gorillababy, das man in einer Kiste am Istanbuler Flughafen fand

Im Dezember entdeckte man ein Gorilla-Baby im Frachtraum einer Airline. Zeytin war in einer Holzkiste eingesperrt und sollte vermutlich von Nigeria nach Thailand geschmuggelt werden.

Der fünf Monate alte Gorilla wurde letzten Monat auf einem Turkish Airlines-Flug von Nigeria nach Thailand auf dem Weg nach Istanbul in einer Kiste entdeckt. Zollbeamten retteten den Menschenaffen aus dem Frachtraum. Inzwischen erholt er sich in einem Istanbuler Zoo von seiner anstrengenden Reise.

Inzwischen hat der Kleine auch einen Namen. Er heißt Zeytin, das türkische Wort für Olive und lebt derzeit im Polonezkoy Zoo. Dort wird er liebevoll aufgepäppelt. Als er dort ankam, soll er schwach und kränklich gewesen sein. In den Wochen seit seinem Auffinden hat Zeytin hingegen deutlich an Gewicht zugelegt und entwickelt sich prächtig.

„Als er zu uns kam, war er sehr scheu und blieb dort, wo wir ihn zurückließen“, sagt Tierärztin Gulfem Esmen. „Jetzt hat er diese Scheu nicht mehr. Er kümmert sich nicht einmal besonders um uns. Er spielt mit sich selbst.“ Auch wenn Zeytin gute Fortschritte macht, im Zoo kann er nicht bleiben und soll in naher Zukunft ausgewildert werden. „Natürlich wünschen wir uns, dass das Gorillababy sein Leben in seiner Heimat fortsetzt“, sagt Fahrettin Ulu, Regionaldirektor der Istanbuler Naturschutz- und Nationalparks, gegenüber der britischen Tageszeitung The Guardian. Wichtig dafür sei jedoch eine absolut sichere Umgebung.   

Denn Gorillas, die die abgelegenen Wälder und Berge Zentralafrikas bevölkern, werden von der International Union for Conservation of Nature als gefährdet eingestuft und stehen auf der Roten Liste.

Von: Sandra Barbara Furtner


Alles Gute geht an UNDI in der Stuttgarter "Wilhelma"

Auge in Auge mit Gorilla-Dame Undi 

Es war kein ganz alltäglicher Job, den Philipp Nikolai und Laura Wiedemann da vor sich hatten: ein Hausbesuch bei Gorilla-Dame Undi. Sie ist stolze 54 Jahre alt und wohnt in der Wilhelma. Sie röchelt ein wenig und hat seit einiger Zeit einen Nasenausfluss, wenn sie trinkt. Um der Sache auf den Grund zu gehen, sind der Kardiologe und die Radiologin aus dem Robert Bosch Krankenhaus (RBK) schon frühmorgens in der Wilhelma. Während Undi narkotisiert und weich gebettet auf Stroh liegt, checken die beiden Humanmediziner mittels Ultraschall Herz und Nieren des Menschenaffen. 

Die Kooperation zwischen dem RBK und der Wilhelma besteht bereits seit vielen Jahren. Weil die Anatomie eines Menschenaffen der des Menschen sehr ähnelt, unterstützen Ärztinnen und Ärzte des RBK in ihrer Freizeit ehrenamtlich die Tiermediziner der Wilhelma bei den Untersuchungen von Gorillas und Bonobos.

Philipp Nikolai diagnostiziert eine leichte, aber unbedenkliche Herzschwäche – nicht untypisch in Undis Alter. Veterinär Tobias Knauf-Witzens findet schließlich eine kleine Fistel in Undis Mund, mutmaßlich die Ursache für den Nasenausfluss. Ein Papilloma-Virus ist vermutlich Auslöser für das Röcheln – dennoch kein Grund zur Besorgnis.

Dann hat Undi es schon geschafft. In eine warme Decke gekuschelt darf sie langsam aufwachen und bekommt – noch ein wenig wackelig auf den Beinen – einen gut gefüllten Eimer mit ihrem Lieblingsgemüse. 

Wir wünschen Undi weiterhin eine gute Gesundheit  und sagen DANKE an Philipp Nikolai und Laura Wiedemann für ihr ehrenamtliches Engagement und an die Wilhelma für die gute Zusammenarbeit!

 Christiane Pötter


2024


Nachkommen von MATZE durchstreifen die Wälder Afrikas

Nachkommen von MATZE (legendärer ehemaliger Silberrücken im Frankfurter Zoo, er verstarb 2008) durchstreifen die Wälder Afrikas. MAYOMBE wurde in einem Französischen Zoo geboren und im Rahmen der Aspinall Foundation ausgewildert (so weit das geht). 2021 gebar sie bereits in Afrika die kleine TAALI. MAYOMBE's Mutter ist INGE, eine Tochter von MATZE und DORETTE.

Wer sich für ihre Auswilderung interessiert kann sich bei der Aspinall Foundation durchlesen. 

Foto zeigt MAYOMBE mit TAALI.


CHANGA im Allwetterzoo Münster wurde wieder Mama

Am Mittwoch (27.11.2024) ist im Affenhaus des Allwetterzoo ein kleiner Gorilla zur Welt gekommen. Gorillaweibchen Changa und ihrem Nachwuchs geht es sehr gut, das Jungtier trinkt und klammert sich fest an das Fell seiner Mutter. Daher ist auch das Geschlecht bislang unbekannt. Mutter und Jungtier sollen so viel Ruhe wie möglich bekommen.

Changa ist 28 Jahre alt. Sie ist 1996 im Zoo in Frankfurt geboren und lebt seit 2003 im Allwetterzoo Münster. Sie ist eine erfahrene Mutter, es ist ihr fünftes Jungtier. 2016 brachte sie das Gorillaweibchen Makeba zur Welt. Sie lebt bis heute im Allwetterzoo. Der Vater von Makeba und auch des neuen Nachwuchses ist das Gorillamännchen N’Kwango. Er ist ebenfalls 28 Jahre alt und lebt seit 2004 in Münster.

Aktuell befinden sich Changa und ihr Nachwuchs im rückwärtigen Bereich der Innenanlage. Sie kann aber zwischen den Gehegen frei wählen und könnte somit auch bald schon für die Besucher*innen des Zoos sichtbar sein. Das Affenhaus bleibt weiterhin geöffnet.

Foto: Allwetterzoo / Text: Allwetterzoo Facebook


Besuch bei den Berggorillas - Tolles Video von Robert Marc Lehmann


Wieder ein Erfolg von Junggesellengruppen

Foto: Heike Arranz Rodriguez
Foto: Heike Arranz Rodriguez

BANJOKO wurde im Heidelberger Zoo geboren. Danach lebte er sein Heranwachsen als Silberrücken in einer Junggesellengruppe aus. Mittlerweile hat ihn der niederländische Zoo Apenheul zu sich geholt. Er verstand sich sofort mit den weiblichen Tieren. Jetzt wurde BANJOKO Vater.

 

Vom Junggesellen zum Silberrücken

>>> Homepage des Zoos in Apenheul

 


Gorillas sind uns Menschen ja so ähnlich. Jedenfalls, was die Zähne betrifft.

Jabari  (Nachwuchs im Zoo Schmiding/Österreich) bekommt gerade seinen ersten Zähnchen, kein Wunder dass er an allem was er zwischen die Finger bekommt herum kaut einschließlich seiner eigenen Finger .

Ein entzückender Moment in der Entwicklung des Gorillababys .

Affen kommen genau wie wir Menschen ohne Zähne auf die Welt. Im Alter von 4-6 Monaten wachsen ihnen die ersten Milchzähne. Alle Säugetiere, die anfangs Muttermilch trinken und danach irgendwann auf feste Nahrung umsteigen, haben zunächst Milchzähne. Diese fallen nach einiger Zeit aus. Erst dann kommen die sogenannten bleibenden Zähne. Der Zeitpunkt ist aber bei jeder Affenart ein anderer. Bei Gorillas liegt dieser Zeitpunkt zwischen 3-7 Jahren in dem ein langsamer Zahnwechsel ähnlich wie beim Menschen stattfindet. Affen haben übrigens wie wir Menschen 20 Milchzähne und 32 bleibende Zähne.

(Text: Zoo Schmiding via Facebook)

 

Natürlich ist das Gebiss eines Gorillas an ihre Nahrung angepasst. Nur männliche Tiere haben hervorstehende Eckzähne sowohl unten wie oben. Sie dienen aber meistens zur Schaustellung. Nur in seltenen Fällen können sie damit ernsthafte Verletzungen ihrem Gegenüber zufügen.


Gorillas in der Natur kennen Heilpflanzen

Die Gorillas im zentralafrikanischen Gabun achten anscheinend auf ihre Gesundheit: Vier Pflanzen mit antibakteriellen und antioxidativen Eigenschaften stehen regelmäßig auf ihrem Speiseplan. Diese Erkenntnis einer aktuellen Studie könnte künftig zur Entwicklung neuer Medikamente beitragen.

Dass sich Menschenaffen selbst medizinisch behandeln, ist keine Seltenheit. Schimpansen tragen etwa Insekten auf die Wunden ihrer Artgenossen auf, und auch ein wildlebender Orang-Utan wurde bereits dabei beobachtet, wie er eine frische Wunde mit Heilpflanzen verarztete.

Die Gruppe der Menschenaffen, die sich auf die ein oder andere Weise selbst behandeln, wurde nun aber noch erweitert: ein Forschungsteam fand heraus, dass die westlichen Gorillas im zentralafrikanischen Gabun regelmäßig Pflanzen fressen, die gesundheitsfördernde Eigenschaften haben.

Text: Artikel bei science


Das Kastrieren in deutschen Zoos geht weiter

Foto: Vladimír Čech
Foto: Vladimír Čech

PELU und MASANI im Stuttgarter Zoo wurden kastriert.

Wie die Zukunft aussieht für die kastrierten Schwarzrücken sind sich die Zoos nicht im Klaren. Ganz zu schweigen davon, wie sich eine Kastration psychisch und zum Teil auch physisch auf einen Schwarzrücken auswirkt. Auch in anderen europäischen Zoos wurden bereits mehrere männliche Gorilla-Jungen kastriert. Wie will man das stemmen in sagen wir einmal 20 Jahren? Die kastrierten Gorillas können nie eine Gruppe anführen und wohin mit den kastrierten ausgewachsenen Schwarzrücken? Man hat gute Erfahrungen mit sogenannten "Bachelor-Gruppen" (da wurden ausgewachsene Silberrücken zusammengefasst) gemacht. Wieso führt man dies nicht fort? Was passiert jetzt mit Gorilla THOMAS (Silberrücken in Nürnberg) und KIBO (Silberrücken in Stuttgart)? Führt man an ihnen auch eine Vasektomie durch? Wie verhindert man Nachwuchs in Stuttgart und Nürnberg zukünftig? Alles wurde nicht zu Ende gedacht und findet auf den Rücken der Tiere statt. Ich persönlich sehe die Kastration von Gorillas ähnlich wie im 3. Reich an "schwulen" Männern. Diese Männer litten und leiden ein Leben lang. Schließlich sind es Menschenaffen!

 


GORGO wurde im "DARWINEUM"-Rostock eingeschläfert

Abschied von Gorilla Gorgo

In der Natur stehen Menschenaffen kurz vor der Ausrottung, so auch der Westliche Flachlandgorilla. Über Jahrzehnte haben Zoos für Menschenaffen sichere Reservepopulationen aufgebaut, zahlreiche Arten- und Naturschutzprojekte unterstützt sowie Bildungs- und Forschungsarbeit geleistet.

Der im Zoo Rostock lebende Gorilla Gorgo konnte mit 13 Nachkommen einen wichtigen Beitrag dazu leisten, eine stabile Reservepopulation in menschlicher Obhut aufzubauen. Altersbedingte Leiden sorgten nun dafür, dass sich der Gesundheitszustand des hochbetagten Gorillas verschlechterte. Gemeinsam mit zwei Vertreterinnen des Veterinäramts, dem behandelnden Tierarzt, der Zoodirektorin, der Tierschutzbeauftragten der Universität Rostock, der Tierpflege-Leitung, der Säugetierkuratorin sowie einer für Gorgo zuständigen Tierpflegerin wurde eine Ethikkommission einberufen. Nach eingehender Prüfung und Auswertung des Gesundheitszustands entschied die Kommission einstimmig, Gorgo von seinem Leiden zu erlösen.

„Die Ethikkommission überwachte Gorgo sorgfältig und wertete die klinischen Befunde aus. Anhand dessen wurde ersichtlich, dass sich sein Zustand leider nicht mehr verbessern wird. Es ist eine Entscheidung zum Wohle des Gorillas getroffen worden. Gorgo war ein besonderes Tier, das nicht nur bei uns im Zoo, sondern auch bei unseren vielen Besucherinnen und Besuchern einen tiefen Eindruck hinterlassen hat", so die Direktorin und Geschäftsführerin des Rostocker Zoos, Antje Angeli.

Im Sinne des Tieres wurde ein geeigneter Zeitpunkt gewählt und Gorgo heute in den frühen Morgenstunden erlöst. Er erreichte ein Alter von 43 Jahren. In der Natur haben Gorillas eine durchschnittliche Lebenserwartung von ca. 35 bis 40 Jahren.

Text: Zoo Rostock via Facebook 


Wieso verschweigt man den Tod von GAIKA im Zoo Schmiding?

Foto: Peter Sterns
Foto: Peter Sterns

Wie erst jetzt durch eine amerikanische Gorilla-Freundin bekannt wurde, verstarb bereits im November 2023 Gorillaweibchen GAIKA im Zoo Schmiding/Österreich. Mit keinem Wort erwähnte der Zoo den Tod der jungen Gorilladame gegenüber der Presse. Sehr mitteilungsbedürftig ist man seit der Geburt von JABARI (kürzlich geborenes Jungtier). Ständig werden hier neue Fotos online gestellt. Woran Zootiere letztendlich versterben, verschweigen die Zoos gerne einmal. Zumal es sich bei GAIKA um ein erst 9jähriges Tier handelte. GAIKA wechselte erst im November 2022 aus dem Zoo Madrid nach Schmiding. Dort ließ sie sich recht schnell in die Gruppe integrieren um Silberrücken AWEMBE. Zu ihrem 9. Geburtstag gibt es ein Video und mehrere Artikel. Sogar einen auf der Homepage des Zoos. >>>


Illigaler Handel mit Gorillas aus Afrika

Auf Social Media boomt der illegale Tierhandel mit Gorilla-Babies. Laut Umweltprogramm der Vereinten Nationen sterben pro Jahr über 400 Gorillas in Folge des illegalen Handels. Die bereits bedrohte Tierart droht weiter auszusterben. Wer sind die Händler und wie ist der Handel von Zentralafrika bis an das andere Ende der Welt organisiert?

>>> Video zu diesem Thema auf ARTE 


Erneut wurde ein kleiner Gorilla entdeckt in Afrika. Eingesperrt in einer Kiste. Dieses Mal macht sich der Prager Zoo stark für den kleinen Gorilla.

Ein Gorillajunges, etwa ein Jahr alt, kauert verängstigt in einem kleinen Käfig aus Brettern. Das Foto treibt einem die Tränen in die Augen. Und das ist noch nicht das Schlimmste von denen, die seit Mittwochnachmittag zu uns kommen...

Seit Mittwoch (den 21. August 2024) steht in Kamerun das Leben dieses Gorillababys auf dem Spiel – und wir vom Prager Zoo spielen eine gewisse Rolle dabei.

Am Mittwoch bot einer der Einwohner der ostkamerunischen Stadt Lomié diesen kleinen Gorilla einem Mitarbeiter unseres Projekts Wandering Bus an. Ich kann noch keine Namen oder andere Details preisgeben, aber die betreffende Person soll sie im Wald gefunden haben. Er erwartete dann, dass unser Arbeiter dafür gut bezahlt wird. Er irrte sich. Das Jungtier wurde sofort von den Naturschutzbehörden beschlagnahmt.

Leider macht es keinen Sinn, zu versuchen, dieses Baby wieder in die Wildnis zurückzubringen. Abgesehen von der völligen Unübersichtlichkeit des Geländes, dem Fehlen professioneller Kapazitäten und der Gefahr durch Wilderer ist es sehr wahrscheinlich, dass die Mutter des Babys nicht mehr lebt... Die Geschichte seiner zufälligen Entdeckung ist für jemanden, der mit den örtlichen Bedingungen vertraut ist, schwer zu glauben.

Es gibt also nur eine Möglichkeit, und das ist ein Rettungszentrum für Primaten. Seit gestern Abend befindet sich das Gorilla-Jungtier bereits in einem von ihnen. Soweit wir wissen, frisst er und hat nur leichte Verletzungen im Taillenbereich, was in ähnlichen Fällen üblich ist. Vielleicht könnte es also in Ordnung sein.

Natürlich werde ich euch auch weiterhin über die Geschichte "unseres" Gorillas von Lomié informieren. Erwarten Sie trotz aller Bemühungen vieler Menschen jedoch kein bedingungsloses Happy End. Wenn alles gut geht (und das ist alles andere als sicher), wird er wahrscheinlich sein ganzes Leben in einer Rettungsstation verbringen. Eine spätere Rückführung von Gorillas aus Auffangstationen in die Wildnis ist praktisch unmöglich und ein Export aus Afrika in Zoos auf anderen Kontinenten ist aus mehreren Gründen ausgeschlossen. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Unterbringung des gewilderten Jungtiers in einem Auffangzentrum die bestmögliche Lösung ist und dass die Verantwortung für sein Schicksal bei dem Wilderer liegt, der ihn seiner Freiheit und wahrscheinlich auch seiner Mutter beraubt hat...

Ich schaue mir das Foto eines verwaisten Gorillas an... Es bedeutet, zu weinen – und gleichzeitig wütend zu sein. 

Miroslav Bobek, Zoo Prag via Facebook


Wildtierhandel blüht noch immer - auch bei den Gorillas in Afrika

Jane Goodall und ihrem Institut kann man nicht genug danken.

Der Handel von wilden Primaten in Afrika blüht noch immer. Asiatische Zoos und private Halter kaufen noch immer Gorillas an. Ende Juni wurde ein Gorillababy einem Drogenhändler abgeluchst. Die Kleine sollte nach Asien "verkauft" werden. Die kleine ZZ (so wurde die Kleine getauft) wird mindestens zwei Jahre lang in der Obhut des Jane Goodall Institut-Teams in Tchimpounga bleiben, bis sie bereit ist, in ein Gorilla-Schutzgebiet gebracht zu werden.

Artikel dazu bei EFE:Verde


TONI wurde 50 Jahre alt im Kiewer Zoo

Foto: Zoo Kiew via Facebook
Foto: Zoo Kiew via Facebook

Trotz Krieg in der Ukraine bleibt Zeit um TONI's 50. Geburtstag zu feiern. 

Er hat auch eine eigene Seite auf der Homepage des Kiewer Zoos. 

>>> 

 

 


Gorillababy in Österreich geboren

WIR HABEN GROSSARTIGE NEUIGKEITEN: GORILLABABY GEBOREN

Wir freuen uns über die Geburt eines Gorillababys . Es ist das erste jemals in Österreich geborene Gorillababy. Eine riesige Freude, aber mit schwierigem Start ins Leben: Die erstgebärende Gorillamutter Kibibi war durch die Geburt so geschwächt, dass sie nach einigen Stunden die Betreuung des Babys aufgab und es schreiend neben sich liegen ließ. Das Zooteam griff ein und übernahm vorübergehend die Betreuung des Kleinen. Als sich Mutter Kibibi erholt hatte konnte ihr das Baby erfolgreich zurückgegeben werde. Mama und Baby sind nun wieder vereint .

Die nächsten Tage werden Mutter und Baby noch im für Besucher nicht einsehbaren Bereich des Gorillahauses verbringen. Wir planen die beiden in einigen Tagen mit dem Rest der Gruppe in der Innenanlage zu vergesellschaften, dann werden sie erstmals für Besucher sichtbar sein.

Text: Zoo Schmiding via facebook am 15.07.2024

Foto:  Peter Sterns


Jane Goodall zu Besuch im Prager Zoo

Foto: Zoo Prag
Foto: Zoo Prag

Letzte Woche (am 11. Mai 2024) fand der dritte Besuch der weltberühmten Primatologin und Umweltschützerin Jane Goodall im Prager Zoo statt. Das öffentliche Interesse war enorm und Jane zeigte bereits in ihren neunziger Jahren unglaubliches Charisma, Unermüdlichkeit und Sinn für Humor. Ich bin wohl noch lange nicht allein, der noch voller Eindrücke ist.

Jane`s Vortrag, für die wir die große Aula der CZU gemietet haben (aber es war nicht genug), war ein phänomenaler Erfolg. Ich habe mich gefreut, als Jane unser Wandering Bus-Projekt während dieses Jahres lobte und als sie über Zoos sprach, während sie Fragen beantwortet hat. In ihrer Antwort erinnerte sie sich daran, dass sie in der Prager Zoouniform Vorlesungen hielt, und beendete es mit diesen Worten: „Gute Zoos haben auch Rettungszucht, sie denken an die Zukunft der Tiere, sie halten einige Arten am Leben. Und nicht nur, dass sie die Öffentlichkeit aufklären, wenn sie die richtigen Informationen haben, sie verwenden einen Teil des Geldes auch, um Tiere in freier Wildbahn zu schützen. So die Zoos machen einen tollen Job. Und ihr in Prag habt großes Glück einen der guten Zoos hier zu haben. „

Natürlich kann ich nicht anders, als mich an unseren gemeinsamen Tanz auf der Aula-Bühne erinnern. Dies kam, nachdem ich mich für den Zoo Prag beworben habe, um Tschechien bei ihrem Roots and Shootings Programm zu helfen, das die Öffentlichkeit in den Naturschutz

Ein weiteres Programm mit Jane fand in unserer Dja Reservation statt. Sie taufte und signierte die tschechische Übersetzung ihres Buches Pangolina (anstelle der geplanten zwanzig Minuten verbrachte sie mehr als anderthalb Stunden mit Signieren) und dann wurde der Name des jüngsten Gorillajungen enthüllt. Jane sagte bei der Gelegenheit:

"Ich wählte den Namen Gaia für das kleine Gorillaweibchen und das aus zwei Gründen. Der erste Grund ist seine Bedeutung, denn Gaia ist eine griechische Erdgöttin, manchmal sogar der Planet Erde selbst. Gorillas und wir sind Teil des Lebens auf diesem Planeten, und wir müssen alles tun, damit es so bleibt. Der zweite Grund ist Gaia, eine Schimpanse, die in Gombe lebt, wo wir seit 63 Jahren Schimpansen studieren. ... ) Und ich möchte sagen, dass ich wirklich froh und froh bin, wieder im Prager Zoo zu sein und diesen neuen wunderschönen Gorilla-Pavillon zu sehen. Weil es viele Leute gibt, die sagen, dass diese Gorillas wieder in die Wildnis zurückkehren sollten, aber jemand kommt und mir sagt: „Diese Gorillas sind hier nicht glücklich. ' Wenn du dort warst, wo ich in Afrika war und du diesen schrecklichen Anblick gesehen hättest - ein Gorilllakopf, der auf dem Markt als Buschfleisch verkauft wird. Diese Gorillas sind jedoch in wunderschöner Form. „

Jans Besuch war uns eine große Ehre. Zugleich bin ich sehr froh das es ihr hier gefallen hat. "Es war ein wundervoller Besuch", schrieb sie mir nach dem Abgang. "Und alles ist so toll geworden! „

Miroslav Bobek

Übersetzung via Facebook


Heidelberger Gorillagruppe wieder zu dritt

HEIDELBERGER GORILLAGRUPPE WIEDER KOMPLETT

Gorilla-Weibchen Jamila aus dem Allwetterzoo Münster ist in Heidelberg eingetroffen

Die Gorillagruppe im Zoo Heidelberg hat eine neue Mitbewohnerin, das Weibchen „Jamila“ ist am Montag, den 22. April 2024 aus dem Allwetterzoo Münster an den Neckar umgezogen. Der Transport verlief problemlos, in den nächsten Tagen darf „Jamila“ sich zunächst an die neue Umgebung und die Pfleger gewöhnen, bevor sie mit den anderen beiden Gorillas zusammengeführt wird. Das Menschenaffenhaus bleibt zeitweise für die Besucher geschlossen, um den Tieren die nötige Ruhe bei der Integration zu geben.

Nachdem Weibchen „N’Gambe“ Ende Dezember letzten Jahres in den Zoo Frankfurt umgezogen ist, bestand die Heidelberger Gorillagruppe nur noch aus dem Silberrücken und einem Weibchen. Da diese Menschenaffenart allgemein in Gruppen mit einem Männchen und mehreren Weibchen lebt, war bei Abgabe von „N’Gambe“ bereits klar, dass für sie ein anderes Weibchen nach Heidelberg wechseln sollte. Tiertransfers zwischen den Zoos werden vom Europäischen Erhaltungszuchtprogramm EEP koordiniert und in enger Absprache mit den einzelnen Zoos empfohlen.

„Das neue Weibchen aus Münster wurde uns vom EEP vorgeschlagen“, berichtet Sandra Reichler, als Kuratorin verantwortlich für die Menschenaffen im Heidelberger Zoo. „Wir haben uns intensiv mit den Kollegen aus Münster über unsere Gorillagruppen ausgetauscht und gemeinsam beschlossen, dass dieses Weibchen gut zu den beiden Tieren in Heidelberg passen könnte“.

Weibchen „Jamila“ ist in Münster in einer funktionierenden Gruppe aufgewachsen und daher gut sozialisiert. Mit ihren 10 Jahren ist sie nun alt genug, sich einer neuen Gorillagruppe anzuschließen. Regelmäßige Wechsel in einer Gorillagruppe sind üblich. In der Natur verlassen sowohl junge Männchen als auch die Weibchen mit Beginn der Geschlechtsreife ihre Geburtsgruppe. Der Silberrücken einer Gruppe kann seine Weibchen meist nur für einige Jahre führen, bis ein anderes, kräftigeres Männchen übernimmt. Wird eine Gruppe zu groß oder versteht sich ein Weibchen nicht mit den anderen, verlässt es auch im erwachsenen Alter die Gruppe und schließt sich einem anderen Silberrücken und einer anderen Gorillagruppe an. Wie die Tiere in Heidelberg tatsächlich miteinander harmonieren, wird sich erst in einigen Monaten zeigen.

Für den Transport von Gorilla „Jamila“ wurden umfangreiche Vorbereitungen getroffen: Ein intensiver Gesundheitscheck in Münster stellte sicher, dass das Gorillaweibchen gesund und fit ist. Die Heidelberger Tierpfleger des Affenreviers waren bereits zwei Tage vor dem geplanten Transporttermin nach Münster gereist, um „Jamila“ in ihrer gewohnten Umgebung kennenzulernen und sich mit den Kollegen in Münster auszutauschen.

Das Verladen in eine spezielle Transportkiste fand am Montagmorgen statt und verlief ohne Zwischenfälle, bevor die Heidelberger Pfleger mit Gorilla per Straßentransport zurück in Richtung Heidelberg aufgebrochen sind. Ein vertrauter Tierpfleger von „Jamila“ begleitete ebenfalls den Transport nach Heidelberg und wird die ersten Tage in Heidelberg bleiben, um die Eingewöhnung zu unterstützen. Nach der Ankunft in Heidelberg darf sich das Gorillaweibchen nun in einem ruhigen Gehege hinter den Kulissen ausruhen, bevor sie alle Gehegebereiche getrennt von den anderen Gorillas kennenlernen und erkunden darf. Der erste Kontakt zu ihren Mitbewohnern wird zunächst aus der Entfernung mit einem schützenden Gitter dazwischen erfolgen. Erst wenn positives Interesse aneinander beobachtet wird, werden die Tiere unter sorgsamer Beobachtung des Pflegerteams zusammengelassen. „Wir sind alle sehr gespannt, wie die Zusammenführung ablaufen wird. Trotz der Erfahrung mit einigen Gorillaintegrationen müssen wir die Interaktionen aufmerksam beobachten, denn jede Zusammenführung verläuft anders und hängt komplett von den beteiligten Charakteren der Tiere ab“, erklärt Anke Jakob, Leiterin des Affenreviers. „Aber die Voraussetzungen sind gut, unser Silberrücken hat bereits einige Erfahrung mit neuen Weibchen, und unser Weibchen „Shaila“ ist ebenfalls sehr gut sozialisiert und wird wissen, wie man sich einem neuen Gruppenmitglied gegenüber verhält.“

Über die weitere Entwicklung und die Integration des neuen Gorillaweibchens wird der Zoo zeitnah informieren.

Text: Homepage Heidelberger Zoo


FATOU feiert ihren 67. Geburtstag im Berliner Zoo


Im Basler Zoo trägt Gorilla JOAS wochenlang ihr totes Junges mit sich herum

Im Basler Zoo kam es am 1. Februar zu einer Totgeburt eines Gorillas. Die Mutter trug dieses jedoch wochenlang mit sich, als wäre es noch am Leben.

Zwei Monate lang trug das Gorillaweibchen Joas ihr totes Junges durch ihr Gehege im Zoo Basel, für die Besucherinnen und Besucher ein makabrer Anblick. Das Junge starb am 1. Februar bereits bei der Geburt. Erst vor zwei Tagen hat Joas den Kadaver losgelassen. Die jungen Gorillas spielen momentan noch damit, erst danach kann er aus dem Gehege entfernt werden.

Dieses Verhalten der Gorillas sei für viele Menschen unverständlich und teilweise auch schwer auszuhalten, aber «für Gorillas ist es ganz normal», erklärt Adrian Baumeyer, Biologe und Kurator des Affengeheges gegenüber der «bz Basel».

Der Grund für Joas natürliche Bindung zu ihrem Nachwuchs ist überlebenswichtig – ohne die ständige Aufmerksamkeit der Gorillamutter würde das Junge rasch verenden. Somit besteht auch einige Wochen nach dem Tod des Jungtiers eine Bindung zwischen ihnen. Auch wie schnell sie sich löst, ist bei allen Individuen anders.

Joas pflegte deshalb ihr Baby, als wäre es noch am Leben. Er selbst habe das Verhalten bei Gorillas noch nie selbst erlebt, jedoch bei den Schimpansen schon. «Dass die Mutter den Körper zwei Monate herumträgt, ist schon relativ lang», meint er gegenüber der Zeitung. Auch schon vorgekommen ist, dass die Affen ihre toten Jungtiere für Nahrung tauschten.

Joas das tote Jungtier wegzunehmen, war für Baumeyer keine Option. Die Entfernung des Kadavers wäre kompliziert. Die Pflegerinnen und Pfleger interagieren durch ein Gitter mit den Tieren und gehen selten ins Gehege. Ein direkter Körperkontakt könnte für die Pflegepersonen selbst tödlich enden. Um das Jungtier wegzunehmen, hätte Joas betäubt werden müssen. Somit macht es für Baumeyer keinen Sinn, einen Abschied zu forcieren.

Schwer zu ertragender Anblick

Über Trauer will der Kurator nicht sprechen. Er benutzt lieber das Wort Abschiedsprozess. «Unsere eigenen ethischen und moralischen Vorstellungen auf sie zu übertragen, wäre ein Fehler», denn Baumeier ist es wichtig, die Tiere nicht zu vermenschlichen.

Der Zustand war für die Verantwortlichen trotzdem hart zu ertragen. «Wir haben uns auf die Geburt gefreut. Schon die Totgeburt war ein Dämpfer», sagt Baumeyer. Zudem fange der Körper ziemlich schnell an zu verwesen. Der Geruch sei unangenehm, die Finger fallen ab und die Haare aus. Das anzuschauen sei nicht schön, dennoch war man sich im Team einig: «Wir geben Joas die Zeit, die sie braucht.»

Da Joas ihr Jungtier nun abgegeben hat, könnte ihr Zyklus bald wieder einsetzen. Sobald es Anzeichen dafür gibt, kann sie wieder gedeckt werden.


Medizinisches Wunder: Ärzte bringen Gorilla-Frühchen per Kaiserschnitt zur Welt

Dem Fort Worth Zoo in Texas ist es gelungen, ein Gorillababy auf die Welt zu bringen. Das Tier kam vier bis sechs Wochen zu früh per Kaiserschnitt. „Wir sind stolz darauf, die historische und emotionale Geschichte rund um die Geburt unseres dritten Gorillababys zu erzählen“, schreibt der Fort Worth Zoo. Die beteiligten Ärzte sprechen von einem Höhepunkt ihrer Karriere. 

 Bericht von Robin Dittrich


Deutsche Jungs wurden Papas

Foto: Zoo London
Foto: Zoo London

KIBURI wurde im Zoo London Vater! Mutter MJUKUU brachte am 17. Januar ein Kind zur Welt. Vater KIBURI wurde im Zoo Hannover geboren. Dann verbrachte er 8 Jahre im Loro Parque in einer Junggesellengruppe. Das eine Junggesellengruppe eine gute "Kinderstube" ist, machte KISUMU in Prag vor. Dort bekam Mutter DUNI  am 2. Januar 2024 ein kleines Mädchen. KISUMU wurde im Münchner Zoo geboren und verbrachte 17 Jahre in einer Jungs-Truppe in Schmiding/Österreich. Beide Babys wachsen in der Familien-Gruppe auf. 


Auf die Brust trommeln ist nicht nur Imponiergehabe

„Beim Gorilla-Brusttrommeln handelt es sich um ein wirklich ikonisches Geräusch aus dem Tierreich. Daher ist es großartig, dass wir nun belegen können, dass Gorillas auf diese spektakuläre Art und Weise Informationen über ihre eigene Körpergröße übermitteln“, erklärt der Primatologe Edward Wright in einer Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts.

Auf die Brust trommeln kann verschiedene Gründe haben. Vom Imponiergehabe bis hin zu purer Lebensfreude. Bei jüngeren Gorillas ist es auch eine Aufforderung zum spielen. Auch weibliche Tiere orientieren sich lt. einer Studie ans Brusttrommeln. 

Brust trommeln ist individuell und sowas wie eine persönliche "Unterschrift" eines Gorillas. 

Artikel zur Studie Brusttrommeln bei Gorillas


N’YOKUMI im Züricher Zoo wurde eingeschläfert

Seit kurzem ist die Gorilla-Gruppe im Zoo Zürich um ein Tier kleiner. Leider mussten wir unser 22-jähriges Gorillaweibchen N’Yokumi aufgrund gesundheitlicher Probleme einschläfern.

Im Oktober beobachteten wir zum ersten Mal Krankheitssymptome bei dem Gorillaweibchen N’Yokumi. Sie frass und trank aufgrund von Schmerzen beim Schlucken sehr schlecht und zeigte sich stark reduziert. Trotz sofort eingeleiteter tiermedizinischer Massnahmen verschlechterte sich ihr Zustand dramatisch, weshalb wir entschieden den weiblichen Gorilla einzuschläfern. Die genaue Ursache der plötzlichen gesundheitlichen Probleme von N’Yokumi ist Gegenstand der aktuell noch laufenden pathologischen Untersuchungen am Universitären Tierspital Zürich.

Der weibliche Westliche Flachlandgorilla N’Yokumi kam 2005 im Alter von vier Jahren aus dem Zoo in Stuttgart nach Zürich und lebte 18 Jahre lang bei uns im Menschenaffenhaus.

Text / Foto: Zoo Zürich 

N`YOKUMI wurde im Burgers Zoo in den Niederlanden geboren. Sie ist eine Handaufzucht im Stuttgarter Zoo gewesen. Ihr Vater GORGO lebt im Rostocker Zoo. 


ROSELI im Wuppertaler Zoo wurde eingeschläfert

Abschied von Gorilla Roseli

Sie war eines der ältesten Tiere im europäischen Zuchtbuch der Gorillas: „Roseli“, 48 Jahre alt, wurde gestern eingeschläfert.

Schon seit Monaten stand sie unter besonderer Beobachtung, weil ihre schwere Hüftarthrose und eine chronische Wunde ihr zu schaffen machten. Das Tierpflegeteam und das Veterinärteam besprachen regelmäßig das täglich protokollierte Verhalten und werteten gemeinsam die beobachteten Veränderungen aus, um das Wohlbefinden des Tieres bestmöglich einschätzen zu können. Selbstverständlich erhielt „Roseli“ auch Medikamente gegen ihre Schmerzen. Entscheidend war bei allen Aspekten ihrer Betreuung grundsätzlich die Sicherung ihrer Lebensqualität.

Nachdem die Tage mit Müdigkeit und reduzierter Bewegungslust zuletzt häufiger geworden waren, wurde erneut der internationale tierärztliche Berater des Gorilla-Zuchtbuchs kontaktiert und vereinbart, dass „Roseli“ bei einer deutlichen Verschlechterung ihres Wohlbefindens erlöst werden wird. Gestern war dieser Punkt erreicht. Nach ihrer Einschläferung erhielten die beiden verbleibenden Gorillas „Vimoto“ und „Grace“ die Möglichkeit, „Roseli“ noch einmal zu sehen. Das Menschenaffenhaus des Zoos blieb am Nachmittag geschlossen.

Die tiermedizinische Betreuung geriatrischer Patienten hat in den letzten Jahrzehnten in unseren Zoos immer mehr an Bedeutung gewonnen. Die Zootiere werden dank großer Fortschritte in der Tierhaltung immer älter, viele Tierarten leben insbesondere länger als in der Wildbahn. Damit werden auch die altersbedingten Krankheiten, wie z.B. die Gelenksarthrose des Westlichen Flachlandgorillas „Roseli“, häufiger. Die Betreuung und Begleitung dieser Tiere erfordert viel Fingerspitzengefühl und eine offene Diskussion der Frage, bis zu welchem Punkt die Lebensqualität der Tiere überwiegt. So traurig der Tod von langjährig liebgewonnenen Tieren sein kann, so tröstlich ist andererseits der Rückblick auf ihr langes Leben.

Text: Zoo Wuppertal via Facebook 

Foto: Heike Arranz Rodriguez 


Terrorgruppe tötet Touristen auf Gorilla-Safari

Terroristen der ADF haben in Uganda am Dienstag zwei Touristen aus Großbritannien und Südafrika und ihren ugandischer Reiseführer getötet. Bilder, die von der Polizei verbreitet wurden, zeigen zwei der Opfer tot am Boden und das brennende Safari-Fahrzeug. 

Die Bluttat geschah in der Nähe des Queen Elizabeth Nationalparks im Südwesten Ugandas. Die beiden Touristen waren offenbar auf Gorilla-Safari. 

«Feiger Terroranschlag»

Fred Enanga, ein Polizeisprecher, sagte gemäß dem «Guardian» in einer Erklärung, dass extremistische Rebellen, die normalerweise im Osten der benachbarten Demokratischen Republik Kongo ansässig sind, den «feigen Terroranschlag» verübt hätten. Ugandische Sicherheitskräfte verfolgten laut Enanga die Terror-Miliz.

Nach Angaben der Uganda Wildlife Authority (UWA), die den nach der verstorbenen Briten-Königin benannten Park verwaltet, war das Trio mit «Gorilla and Wildlife Safaris», einem lokalen Reiseunternehmen, unterwegs.

Ein Sprecher bezeichnete den Vorfall als «entsetzlich». «Wir sprechen den Familien und Angehörigen der Opfer unser tief empfundenes Beileid aus und teilen ihre Trauer in dieser schweren Zeit.»

Im Juni Schulmassaker angerichtet

Die ADF steht in Verbindung dem zentralafrikanischen Ableger der islamistischen Terrormiliz IS (Islamischer Staat) und operiert meist in der Demokratischen Republik Kongo. 

Laut dem «Guardian» ist ein grenzüberschreitender Angriff eher selten. Im Juni hatten Islamisten eine Schule und deren Schlafräume in der Stadt Mpdonwe nahe der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo überfallen und in Brand gesetzt und über 42 Menschen getötet. 37 Kinder kamen dabei ums Leben. Mehrere wurden entführt. 

Der Ostkongo gilt als eine der gefährlichsten und instabilsten Regionen der Welt. Im ganzen Land sollen etwa 130 unterschiedliche bewaffnete Gruppen aktiv sein. Diese sind vor allem an den Bodenschätzen der Region interessiert.

Publiziert: 18.10.2023 auf >>> BLICK.CH 


Auge in Auge mit Berggorillas Ugandas

Danke Markus für die Erlaubnis, Deine Story und die sehr schönen Fotos teilen zu dürfen. 


31. März 2023

FADDAMA - Mutter von VIATU stirbt mit 40 Jahren im Basler Zoo

Wieder stirbt ein Gorilla in Folge einer Infektion mit dem Fuchsbandwurm im Basler Zoo. Wie schon KISORO (2014) und ZUNGU (2016) war auch bei FADDAMA die Infektion vermutlich mit Schuld am Tode der Gorilladame. Die Fuchsbandwurm-Infektion führt bei Menschen und Affen zu einer tumorähnlichen, langsam fortschreitenden Erkrankung der Leber. 

 

Wie der Mensch sind auch Gorillas sogenannte Fehlzwischenwirte für den Fuchsbandwurm. Die Aufnahme von Bandwurmeiern ist durch Nahrungsmittel möglich, die mit Fuchskot kontaminiert sind, wie es weiter in der Mitteilung heisst. Eine Fuchsbandwurm-Infektion führt bei Menschen und Affen zu einer tumorähnlichen Erkrankung der Leber. Die Inkubationszeit kann über 15 Jahre betragen.

Um die Affen um Zoo vor einer Infektion zu schützen, wird seit 2011 gemäß Mitteilung regionales Gemüse jeweils in einem eigens dafür angeschafften Steamer wärmebehandelt. Dies töte die Bandwurmeier ab. Zudem dürften Salate und andere Gemüse, die frisch verfüttert werden, nur aus dem Tessin und südeuropäischen Ländern stammen, in denen der Fuchsbandwurm nicht vorkommt, heißt es weiter.

Artikel in der Basler Zeitung zum Tode von FADDAMA <<<


Droht den Berggorillas in der Natur eine Katastrophe? - Tierschützer schlägt Alarm

Foto zeigt DIGIT, den Lieblingsgorilla von Dian Fossey, der von Wilderen getötet wurde, als Fossey noch lebte
Foto zeigt DIGIT, den Lieblingsgorilla von Dian Fossey, der von Wilderen getötet wurde, als Fossey noch lebte

Letztes Jahr kam man auf über 1000 Berggorillas dank engagierten Tierschutz vor Ort. Jetzt droht jedoch eine Katastrophe. 

Einem Abkommen zwischen der kongolesischen und ruandischen Regierung zufolge sollen sich die Kämpfer an den erloschenen Vulkan Sabinyo im Virunga-Nationalpark zurückziehen. Doch das sei genau dort, wo sich der natürliche Lebensraum der Berggorillas befindet, sagte Alain Mukiranya von der Initiative „Gorilla Ambassadors“ dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Noch mehr bewaffnete Personen in diesem Gebiet zu dulden, komme einem Mord an der Tierart gleich, sagte Mukiranya. „Die Kämpfer werden jagen, wildern und den Wald roden.“ Das Land könne so seine letzten Berggorillas verlieren. Umweltschützern zufolge gibt es weltweit etwa 1.000 Berggorillas. Sie leben im Dreiländereck zwischen der DR Kongo, Ruanda und Uganda.

Mukiranya begrüßt grundsätzlich einen Rückzug der M23. Denn seit dem Vormarsch der Kämpfer Anfang 2022 sei es für seine Organisation kaum mehr möglich, die Menschenaffen zu schützen. Nach monatelangen Kämpfen zwischen der M23 und der kongolesischen Armee im Ostkongo haben sich Ruanda, das nach UNO-Angaben die Miliz unterstützt, und der Kongo im November auf einen Rückzug der Rebellen geeinigt.

Die Milizionäre erklärten sich jüngst ebenfalls damit einverstanden – allerdings bisher ohne sichtbare Folgen. Im Ostkongo kämpfen seit Jahrzehnten Milizen und die Armee um die Kontrolle und die reichen Rohstoffvorkommen. Tausende Menschen wurden getötet, Hunderttausende vertrieben. 
22.01.2023 Deutschlandfunk


Loro Parque schickt KIBURI per DHL von Teneriffa nach London

Foto: Loro Parque
Foto: Loro Parque

193 Kilogramm, verteilt auf einen 1,63 Meter großen Körper. Für einen normalen Flugsitz wäre Kiburi nicht zu groß, wohl aber zu breit gewesen. Und so musste eine andere Taktik her. Fracht-Experten übernahmen den Transport des Gorillas aus dem Loro Parque auf Teneriffa in den Londoner Zoo.

Auf der 3000 Kilometer weiten Reise servierte das Bordpersonal dem Gorilla Blattgemüse, Lauch, Bananen und kalten Früchte-Tee. Das Team für den Transport wurde aus Tierpflegern, Flugzeugingenieuren, Spediteuren, Sicherheitsleuten, Piloten und LKW-Fahrern zusammengestellt. Und so erreichte Kiburi London schließlich unbeschadet.

Nötig wurde der Umzug, nachdem im Londoner Zoo Silberrücken Kumbuka verstorben war. Vier Jahre lang wurde nach einem Nachfolger gesucht – und schließlich in Kiburi auf Teneriffa gefunden. Der Gorilla stammt ursprünglich aus dem Zoo in Hannover. Von dort war er mit seinem Bruder Ubongo im Jahr 2014 nach Teneriffa gereist.

Nachdem Tierpfleger aus London den Loro Parque besucht hatten, um eine Vertrauensbasis zu schaffen, wurde Kiburi für die Reise vorbereitet. „Auch wenn wir ihn vermissen werden, weil er ein Mitglied der Familie ist, freuen wir uns sehr, dass er sich so gut entwickelt und jetzt die Möglichkeit hat, seine Fortpflanzungsgruppe zu bilden und andere natürliche Verhaltensweisen mit den Weibchen und dem Nachwuchs zu lernen“, sagte Iñaki Ezquerro, Leiter der Abteilung für terrestrische Säugetiere im Loro Parque, zum Abschied.

Inzwischen ist Kuburi im „Gorilla Kingdom“ angekommen. Dort gibt es eine Insel mit versteckten Höhlen und ein Dschungelgelände sowie einen Fluss. Seine neue Gruppe wird der Gorilla nach und nach kennenlernen.

„Wie bei jeder Patchworkfamilie lassen wir es dabei langsam angehen“, sagte Gorilla-Pfleger Glynn Hennessy nach der Ankunft: „Daher beobachten wir die Gruppe genau und lassen jedem einzelnen Tier die Zeit, die es braucht, um mit dem Neuzugang vertraut zu werden.“

Teneriffa News am 29.11.2022


Welttag der Gorillas – World Gorilla Day

Der 24. September ruft mit dem Welttag der Gorillas (engl. World Gorilla Day) zum Schutz der  Primatenfamilie der Menschenaffen (lat. Hominidae) auf. Zugleich ehrt dieser Aktionstag auch die Arbeit der Zoologin und Verhaltensforscherin Dian Fossey (1932 – 1985), die sich dem Schutz der Tiere verschrieben zu Lebzeiten verschrieben hatte. 

 

Wer hat den World Gorilla Day ins Leben gerufen?

Der World Gorilla Day geht auf die Initiative des Dian Fossey Gorilla Fund und das Jahr 2017 zurück. Dabei widmet sich diese internationale Forschungs- und Tierschutzorganisation auch heute noch dem Schutz der Gorillas und leitet das Karisoke-Forschungszentrum, das Fossey 1967 mit ihrer täglichen Überwachung der Gorillas und den Patrouillen begründet hat. Der Fossey Fund ist das älteste und größte kontinuierlich betriebene Gorillaprojekt der Welt und verfügt über eine der größten wissenschaftlichen Datenbanken zu allen Arten. Die Wurzeln der Organisation reichen allerdings noch weiter zurück.

1978 gründete Dian Fossey den Digit Fund, um die immer wiederkehrenden Morde an Berggorillas im Gebiet der Virunga-Vulkane in Ruanda durch Wilderer zu verhindern. Nach dem Tod von Digit, einem Gorilla, der zuvor von Wilddieben enthauptet worden war, benannte sie die Stiftung nach ihm. Nach Fosseys Tod wurde der Digit Fund in Dian Fossey Gorilla Fund International umbenannt. 

Weshalb fällt der Weltgorillatag auf den 24. September?

Die Wahl des 24. Septembers ist eine historische Reverenz an die Arbeit der US-amerikanischen Zoologin und Verhaltensforscherin Dian Fossey. Siehe für einen ähnlich gelagerten Aktionstag auch den Beitrag zum Internationalen Tag der Biber (engl. International Beaver Day) am 7. April.

Denn am 24. September 1967 schlug Dian Fossey ihre beiden Zelte auf und begann mit der bahnbrechenden Erforschung der Berggorillas in den Wäldern Ruandas. Anlässlich des 50. Jahrestags der Arbeit des Dian Fossey Gorilla Fund wurde dieser Beitrag aus dem Kalender der Umweltaktionstage im Jahr 2017 ins Leben gerufen.

Ziele und Intention: Worum geht es dem World Gorilla Day?

Der Name ist hier natürlich Programm. Denn der 24. September als World Gorilla Day möchte ein öffentliches Bewusstsein für die Notwendigkeit des Schutzes dieser Menschenaffen schaffen. Damit steht er in direkter inhaltlicher Verwandtschaft zum Internationalen Tag des Orang-Utans (engl. International Orangutan Day) am 19. August.

Dabei sind diese Menschenaffen primär durch zwei Faktoren bedroht: Wilderei und die Zerstörung ihres Lebensraumes durch den Menschen. Hier werden neben der Umweltverschmutzung hauptsächlich Rodungen für Straßenbau, Bergbau und andere Infrastrukturprojekte als Ursache genannt. 

Tierschützer und Wissenschaftler verweisen im Kontext der zunehmenden Nähe zum Menschen auf eine weitere Gefahr. Die Verbreitung zoonotischer Krankheitserreger wie Masern oder Tuberkulose, die vom Mensch auf die Tiere überspringen können.

Seit der ersten Auflage des Weltgorillatages im Jahre 2017 hat der Fossey-Fonds seine Bemühungen um den Schutz und die Erhaltung der Gorillas und ihrer natürlichen Lebensräume verstärkt und die Lebensgrundlagen der Menschen in den umliegenden Gemeinden unterstützt. So schützt die Organisation heute fast 600.000 Hektar einiger der artenreichsten Wälder der Erde, die schätzungsweise eine Viertelmilliarde Tonnen Kohlenstoff enthalten und für die Bekämpfung des Klimawandels von entscheidender Bedeutung sind.

Der World Gorilla erhält weiterhin Unterstützung durch das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNO Environment Programme – UNEP). UNEP hat zwei internationale Abkommen initiiert, die zur Erhaltung der Gorillas und anderer gefährdeter Arten beitragen:

Die Convention on Migratory Species enthält ein Gorilla-Abkommen, das Regierungen und anderen Parteien einen rechtsverbindlichen Rahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung der Gorillapopulationen und ihrer Lebensräume bietet. Die Demokratische Republik Kongo, Ruanda und Uganda gehören zu den acht Vertragsparteien des Abkommens.

Mit der Convention on the International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora (CITES) wird der internationale Handel mit über 38 700 Pflanzen- und Tierarten geregelt.

Text: veröffentlicht am 24. September 2022 von Sven Giese / >>> www.kuriose-feiertage.de

Die offizielle Kampagnen-Website zum World Gorilla Day – auf: gorillafund.org (englisch)

Gorillas: Bedrohung der größten Menschenaffen – auf: wwf.de (deutsch)


WAZUNGU geht es besser

Vor zwei Jahren wechselte er vom Zoo Schmiding/Österreich nach Frankreich. Auch in Thoiry lebt er in einer Männergruppe. Dort fühlt er sich sichtlich wohl. In Österreich riss er sich die Haare heraus. Da sieht man wieder einmal, dass es Sinn macht einen Ortswechsel anzustreben, wenn sich ein Gorilla nicht wohl fühlt in seiner Gruppe.


Hund im Gorillagehege

Ein streunender Hund aus San Diego hat ein echtes Abenteuer erlebt. Der Vierbeiner hatte sich in ein Gorilla-Gehege verirrt. Er kam schadlos aus dieser Situation heraus. Bisher sind alle Eindringlinge auf Gorilla-Außenanlagen fast verletzungsfrei aus solcher prekären Lage herausgekommen. Im Gegenteil, sehr viel kleinere Tiere wecken scheinbar sogar die sanfte Seite eines Gorillas. So verbrachte ein Buschbaby 2018 zwei Stunden in einem eingezäunten Gorillagehege. Der mächtige Gorillasilberrücken berührte das kleine Äffchen immer wieder sanft und entließ es unverletzt aus seinem Gehege. 

>>> Kamerun: Riesiger Gorilla spielt mit winzigem Buschbaby - Bing video

>>> Eindringling ohne Ausweg: Gorilla jagt verirrten Hund durch Gehege - n-tv.de

 


Warum haben Gorillas in der Natur häufig schwarze Zähne?

Das hängt mit ihrer Nahrungsaufnahme zusammen. Viele ihrer Pflanzen, die sie aufnehmen enthalten besonders viele Tannine, die die Zähne verfärben. Dieses Phänomen des Zähne Verfärbens kommt auch bei Menschen vor, die besonders viel Kaffee, Wein oder Tee trinken.

 

Die Tannine (von franz. tanin Gerbstoff) sind pflanzliche Gerbstoffe, die in einigen bedecktsamigen Stauden, Sträuchern und Baumblättern und anderen Pflanzenteilen besonders der Tropen und Subtropen weit verbreitet sind und von pflanzenfressenden Säugetieren aufgenommen werden. Diese Verbindungen haben eine molare Masse von 500–3000 g/mol. Als Monomer tritt häufig die Gallussäure auf.

Tannine gehören zu den so genannten quantitativen pflanzlichen Sekundärstoffen. Sie haben im Gegensatz zu qualitativen Wirkstoffen (Alkaloiden) ein weiteres Abwehrspektrum gegen Pflanzenfresser (Herbivore), da sie wahrscheinlich hauptsächlich die Verdauung beeinflussen, indem sie Proteine deaktivieren. (lt. WIKIPEDIA)


Tötung oder Kastration - Geheime Dokumente offenbaren Pläne der europäischen Zoos

In europäischen Zoos und Tierparks leben dagegen so viele dieser Gorillas, dass es eng wird. Männliche Tiere werden ab einem bestimmten Alter oft getrennt von jüngeren und weiblichen Artgenossen gehalten. Zoobetreiber erwägen deshalb, männliche Flachlandgorillas zu töten, berichtet der »Guardian«. Das gehe aus bislang geheimen Dokumenten der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) hervor.

Kastration und Keulung – also das gezielte Töten – seien Optionen, um die Überpopulation in den Zoos zu reduzieren, heißt es in den Papieren des Verbands. Aktuell leben demnach 463 solcher Gorillas in den knapp 70 EAZA-Zoos, 212 davon seien männlich. »Aus biologischer Sicht« sei die Tötung das beste Mittel berichtet der Spiegel.

 

Bereits 2020 habe ich auf dieses Thema auf meiner Homepage unter dem Titel: "Wie sieht die Zukunft von Gorillas in europäischen Zoos aus? aufgegriffen. Meine Meinung ist, dass weder Tötung von Tieren noch Kastration einen Ausweg aus diesem Dilemma führen. Die Zoos sollten weniger züchten und es sollten mehr Gruppen mit nur männlichen Tieren zusammen geführt werden. Reine männliche Gorilla-Gruppen haben sich als durchaus attraktiv herausgestellt. Beispiele hierfür sind der Loro Parque/Spanien oder Schmiding/Österreich. Es kann nicht angehen, dass man in 14 von 15 deutschen Zoos "züchtet" aber keine Männergruppe existiert. Abgaben nach Asien sind nur bedingt gutzuheißen, da sie nach dem Motto "Aus den Augen, aus dem Sinn" hochgezogen werden.

Einen positiven Schritt macht der Krefelder Zoo mit seinem geplanten "Affenpark".

Im Bauabschnitt 1 wird ein multifunktionales Menschenaffenhaus gebaut, das aus zwei Abteilungen besteht, die jeweils mit einer großräumigen Außenanlage verbunden sind. Hier wird die neu aufzubauende Gruppe der Schimpansen leben, deren Gründertiere die beiden den Brand überlebenden Schimpansen Bally und Limbo sein werden. Desweiteren werden pubertäre männliche Gorillas, die aus der Zuchtgruppe entwöhnt wurden („Junggesellengruppe“) und eine mit den Gorillas zu vergesellschaftete Meerkatzen- oder Mangabenart hier gehalten. Die Kostenschätzung für Planung und Bau beläuft sich auf rund zehn Millionen Euro, bei zeitigem Baubeginn 2022 könnte das Projekt 2023 abgeschlossen werden. Davon trägt der Zoo mindestens 5 Millionen aus eigenen Mitteln. (lt. Facebook-Eintrag vom 11.11.2021) 


CHER engagiert sich für BUA NOI

Auf meiner Facebook-Seite habe ich schon öfters über BUA NOI berichtet. Die Gorilladame lebt seit dem Ableben ihres Partners BWANA 2007 alleine in einem Gitterkäfig im obersten Stockwerk eines Einkaufszentrums in Bangkok.  

 

Seit Anfang Dezember 2020 engagiert sich nun Sängerin und Oscar-Preisträgerin CHER für einen Umzug der Gorilladame. So schrieb sie einen eindringlichen Brief an das Thailändische Ministerium, die Tiere in diesem schrecklichen Zoo nicht zu vergessen. Der Minister für Umweltfragen wies die Behauptung zurück, dass die Tiere im "PATA Zoo" ignoriert werden. Man wäre an einer Verbesserung der Tier-Haltung interessiert. 

In einem Interview wies der Zoobesitzer Kanit Sermsirimongkol alle Vorwürfe zurück. Alle Tiere in seinem Zoo wären gut versorgt. CHER twitterte daraufhin, dass sie dem geldgierigen Zoobesitzer wünsche, selbst dort eingesperrt zu sein. Das CHER sehr hartnäckig sein kann, hat sie vor kurzem mit ihrem Engagement für einen allein lebenden Elefanten schon bewiesen. 

 

Hoffentlich nimmt der Druck auf das Ministerium und den Betreiber des Zoos zu. Jeder Gorilla auf dieser Welt hat es verdient Gras unter den Füßen zu spüren und den Himmel über sich. 


Emotionaler PETA-Spot

Allein in Deutschland gibt es ca. 100 Gorillas in Zoos. Auswildern geht nicht. - Schon allein deshalb, weil kein geeigneter Lebensraum in der Natur vorhanden ist.

Aber dennoch berührt mich dieser Werbespot sehr, denn alle Menschenaffen in den Zoos sind täglich "uns Menschen ausgeliefert". Da wird wie wild gegen die Scheiben geklopft, gerufen werden nicht nur "uga uga-Laute" sondern Ausdrücke, die jenseits von Gut und Böse sind. Es wird mit Blitz fotografiert. Die beliebtesten Tiere für Selfies im Zoo sind die Menschenaffen. Es werden "Küsschen an der Scheibe verteilt" oder man zeigt auch schon mal seine Brust den Tieren. Die Toleranz der Menschenaffen ist nicht unendlich. Sie werfen mit allem was sie in die Hand bekommen oder springen an die Scheiben. Viele sind aber auch abgestumpft und schauen die Besucher "stoisch" an und das nicht nur minutenlang, sondern ständig in der gleichen Position. 
Angeblich haben die Menschenaffen in der Corona-Krise die Zoobesucher vermisst! Sicherlich ist da etwas Wahres dran, denn die Zoogänger sind das beste und günstigste Mittel um die Langeweile der Tiere zu unterbrechen. 

Statt utopische Ziele wie "Freiheit" zu propagandieren müssen realistische Modelle erstellt werden. Zum Beispiel ausreichend große Innengehege auf denen die Tiere sich zurückziehen können. Das Beschäftigungsprogramm muss weiterhin ausgebaut werden. 

Den Zoobesuchern muss seitens der Zoos vermittelt werden, dass sie "nur Gast" im Leben eines Zootieres sind und nicht deren Mittelpunkt.  

Gorillas im Zoo müssen sich wie Gorillas verhalten und nicht wie die Affen, die davor stehen! Nur dann sind sie Botschafter für ihre Artgenossen in der Natur. 


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